Pfarre St. Martin

Wien 23./Siebenhirten

BEICHTE – AUSSPRACHE & VERSÖHNUNG

Eine 1/2 Stunde vor jeder Hl. Messe oder nach telefonischer Vereinbarung, Versöhnungs - Gottesdienste finden im Advent und in der Fastenzeit statt.

Am Osterabend zeigte sich Jesus, der Herr, seinen Aposteln und sprach zu ihnen: „Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert“. (Joh 20,22-23)

Die Vergebung der nach der Taufe begangenen Sünden wird durch ein eigenes Sakrament gewährt: das Sakrament der Umkehr, der Beichte, der Buße oder der Versöhnung.



SÜNDE:

Wer sündigt, verletzt die Ehre und Liebe Gottes, seine eigene Würde als Mensch, der berufen ist, Kind Gottes zu sein und das geistliche Wohl der Kirche, deren lebendiger Baustein jeder Christ sein soll.


Was ist eine schwere Sünde?
Eine schwere Sünde begeht man, wenn man

  • in einer wichtigen Sache
  • mit klarer Erkenntnis und zugleich
  • mit voller Einwilligung sündigt!

Was ist eine lässliche Sünde?
Eine lässliche Sünde begeht man, wenn man ein Gebot Gottes

  • in einer geringeren Sache freiwillig oder
  • in einer wichtigen Sache nicht ganz freiwillig übertritt.

 

REUE:

Zu jeder wahren Reue gehört, dass einem die Sünden wegen Gott leid tun und dass man sich vornimmt, sie nicht mehr zu tun. Es gibt auch eine unvollkommene Reue, und zwar, wenn uns die Sünden leid tun aus Furcht vor der Strafe Gottes. Diese Reue genügt zur Beichte.

Wenn wir unsere Sünden aus Liebe zu Gott bereuen (=vollkommene Reue), vergibt er sie sogleich; man muss aber die so vergebenen schweren Sünden dann noch beichten sobald man kann.

Die Lossprechung Gewalt darf der Priester nicht willkürlich ausüben. Durch Bußandachten allein, werden schwere Sünden nicht sakramental getilgt.

 

Warum müssen alle Sünden gebeichtet werden?

  • weil Jesus Christus es so angeordnet hat,
  • weil der Priester als Seelenarzt helfen und entscheiden muss.

 

Wie beichten wir ungültig?

Ungültig beichten wir, wenn wir schwere Sünden nicht bereuen, nicht aufgeben wollen oder wissentlich verschweigen; wenn wir notwendige Besserungsmittel ablehnen oder großen Schaden nicht wieder gutmachen wollen.

 

Wie beichten wir richtig, oder die fünf "Bs“:

  • BESINNEN = Gewissen erforschen
  • BEREUEN = Reue erwecken
  • BESSERN = Gute Vorsätze nehmen
  • BEICHTEN = die Sünden bekennen
  • BÜSSEN = nach der Lossprechung Gott danken und Buße tun

 

Die sieben Hauptsünden sind:

  • Stolz
  • Hass
  • Neid
  • Geiz
  • Habsucht
  • Unkeuschheit
  • Trägheit